In seinen Abschiedsreden hat Jesus seinen Jünger*innen versprochen, dass sie von Gott einen Beistand erhalten, der immer bei ihnen bleiben wird, den Heiligen Geist (vgl. Joh 14).
Im Sakrament der Firmung empfangen getaufte Christ*innen diesen Beistand, den Geist Gottes. Dies geschieht mit den Zeichen der Handauflegung und der Salbung mit
Chrisam, einem gutriechenden Gemisch aus Olivenöl und Balsam. Dazu spricht der Firmspender den Satz „[Vorname], sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist."
Davor bekennen die Firmand*innen den Glauben der Kirche und erneuern damit das, was in der Taufe meist die Eltern und Pat*innen für sie bekannt haben. Sie bringen damit zum Ausdruck, dass sie nun selbst zu ihrem Glauben stehen und aus ihm heraus leben wollen.
Die Gabe des Heiligen Geistes ist eine Bestärkung für den Lebensweg. Mit ihm im Gepäck sollen die jungen Menschen befähigt werden, ihr Christsein in Wort und Tat zu leben und in Kirche und Gesellschaft für ihren Glauben Zeugnis geben zu können. Mit dem Sakrament der Firmung wird auch die Einführung in die Gemeinschaft der Kirche abgeschlossen. Wer gefirmt ist, kann nun selbst Pate bei einer Taufe oder einer Firmung sein oder in den Pfarrgemeinderat gewählt werden.